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Gartenlaubkäfer, Gartenkäfer (Junikäfer) - Phyllopertha horticola (LINNAEUS, 1758)
Artenprofil von Axel Steiner


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)

Fotos (© Axel Steiner)
Breckerfeld


(xxl-Foto)
28.05.2008

(xxl-Foto)
05.06.2010

(xxl-Foto)
05.06.2010
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich

(xxl-Foto)
05.06.2010

(xxl-Foto)
03.06.2008

(xxl-Foto)
06.06.2008
Besondere Merkmale

Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen



Kopf des Gartenlaubkäfers (Foto: © Axel Steiner, xxl-Foto)

Ganzer Körper abstehend behaart; Kopf und Halsschild dunkelgrün oder grünlichblau glänzend; Flügeldecken braun; Naht und Seitenränder der Flügeldecken dunkel; Seiten, Unterseite und Beine hell behaart; Unterseite metallisch grün, blau oder schwarz; Kopf vorn dichter punktiert als auf dem Scheitel; Halsschild vorn breit gerandet und punktiert; Hinterecken des Halsschilds rechtwinklig; Flügeldecken mit 6 Punktlängsstreifen; beide Klauen ungleich lang; zapfenförmiger Vorsprung zwischen den mittleren Hüften; Endglied der Kiefertaster schmal beilförmig und an der Spitze schräg abgestutzt; Halsschild schmaler als die Flügeldecken

Ähnliche Arten: Eigentlich ist der Gartenlaubkäfer aufgrund der oben aufgeführten Bestimmungsmerkmale kaum verwechselbar. Insbesondere die dichte lange Behaarung ist schon sehr charakteristisch. Verwirrender Weise wird jedoch der deutsche Name Junikäfer sowohl für diese Art als auch für Amphimallon solstitale genutzt. Es sollte somit darauf verzichtet werden, diesen Namen für Phyllopertha horticola zu nutzen!

Körperlänge: (5-) 8,5-11 mm

Lebensraum
Der Gartenlaubkäfer besiedelt offene Habitate, wie z. B. Waldränder, Wiesen, Hecken, Gärten und Ruderalflächen von der Tiefe bis ins Gebirge.

Biologie und Lebensweise
Der Gartenlaubkäfer gehört Anfang Juni zu den auffälligsten Käferarten, da er an sonnigen Tagen zu Hunderten u. a. aus Rasenflächen schlüpft. Die Käfer fliegen dann in einem torkelnden Flug relativ dicht über der Rasenfläche, lassen sich fallen krabbeln zum nächsten Grashalm, an dem sie sich schnell mit ihren Klauen nach oben hangeln, bevor sie dann zum nächsten Flug starten. Man findet die Käfer ab Ende Mai bis in den Juli hinein. Die Entwicklungszeit dauert je nach Literaturquelle 1-2 Jahre (CHINERY, 2004) oder 2-3 Jahre (ZAHRADNIK, 1985 & 1989).



Pärchen des Gartenlaubkäfers (Foto: © Axel Steiner, 03.06.2008, xxl-Foto)

Nahrung




Gartenlaubkäfer bei der Nahrungsaufnahme (Foto: © Axel Steiner, xxl-Foto)

Adulte Käfer fressen wenig spezialisiert Blätter von Laubbäumen (u. a. Eiche, Birke), Sträuchern (u. a. Hasel), Kräutern oder häufig auch Blütenblätter/Fruchtknoten von Rosen oder Obstgehölzen (u. a. Kirschen).

Die Larven (Engerlinge) fressen an den kleinen Wurzeln von Gräsern oder Klee. Sie richten aber dabei kaum Schaden an, da sie recht klein sind und nicht viel fressen.

Verbreitung in D/Welt
Gartenlaubkäfer kommen in ganz Eurasien (von Europa bis in die Mongolei, nördlich bis Mittelfennoskandien) und auch in Deutschland in allen Bundesländern vor und sind hierzulande sehr häufig.

Verbreitung in NRW
Der Gartenlaubkäfer ist auch in NRW eine sehr häufige Anfang Juni überall anzutreffende Käferart.

Benutzte Literatur
CHINERY, M. (2004): Pareys Buch der Insekten. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart. 327 S.

HARDE, K. W. und SEVERA, F. (2006): Der Kosmos Käferführer - Die Käfer Mitteleuropas. 5. Aufl., Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart.

MÖLLER, G.; R. GRUBE & E. WACHMANN (2006): Der Fauna-Käferführer I - Käfer im und am Wald. Fauna Verlag, Nottuln. 334 S.

CD-ROM: REITTER, E. (1908 bis 1916): Fauna Germanica - Die Käfer des deutschen Reiches. Neusatz und Faksimile der 5-bändigen Ausgabe. Stuttgart - Directmedia Berlin 2006. Digitale Bibliothek Band 134.

ZAHRADNIK, J. (1985): Käfer Mittel- und Nordwesteuropas. Paul Parey - 498 S. ZAHRADNIK, J. (1989): Der Kosmos-Insektenführer. 5. überarbeitete und verbesserte Aufl. Stuttgart: Franckh (Kosmos-Naturführer). 320 S.


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Weitere Informationen zu Käfern (Coleoptera) im Internet

AG Rheinischer Koleopterologen (www.koleopterologie.de): Die Seite zum Thema Käfer. Links, Veröffentlichungen, Termine, Fotogalerie


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