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Mauereidechse - Podarcis muralis (LAURENTI, 1768)
Artenprofil von Axel Steiner
Letzte Änderung: 16.06.2015


Systematische Einordnung

Stamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)

Fotos (© Axel Steiner)
Dortmund (Hengstey-See)


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Klick auf die kleinen Bilder oder xl-Ansicht möglich

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Besondere Merkmale



In NRW kommen 3 Eidechsenarten vor, die auf den ersten Blick miteinander verwechselt werden können. Neben der Mauer- gibt es noch die Zaun- und die Waldeidechse.


 

Männliche Mauereidechse im Prachtkleid
(Fotos © Dietrich Kolbe, Witten (Schloß Steinhausen), 01.05.2014, xxl-Fotos per Bildklick)

Anhand der folgenden Merkmale, die aus SCHLÜPMANN (2005) zusammengefaßt sind, läßt sich die Mauereidechse jedoch eindeutig bestimmen.

Körperform:
Die Gestalt ist auffallend schlank (> Zauneidechse = plump wirkend). Der Rumpf ist abgeplattet, der Kopf ist lang, zugespitzt und abgeflacht (> Zauneidechse = stumpfschnäuzig).
Der Schwanz ist zugespitzt und sehr dünn auslaufend (> Waldeidechse = bis zur Mitte ungefähr gleich dick und erst dann dünner werdend). Der Schwanz ist doppelt so lang wie Kopf und Rumpf zusammen.




Männliche Mauereidechse im Prachtkleid
(Foto © Dietrich Kolbe, Witten (Schloß Steinhausen), 04.05.2007, xxl-Foto per Bildklick)

Färbung und Zeichnung:
Die Oberseite ist grau-rotbräunlich. In der Zeichnung sind die Männchen durch schwarze Flecken oder eine Netzzeichnung und die Weibchen durch eine dunkle Fleckenreihe in der Körpermitte gekennzeichnet (> Zauneidechse = schwarze, weißkernige Flecken). Das Männchen hat keine Längsbandfärbung, während die des Weibchens dunkelbraun und oben und unten hell gesäumt sind.


 

Links: weibliche Mauereidechse, rechts: Männchen
(Fotos © Dietrich Kolbe, Witten (Schloß Steinhausen), 01.05.2008 & 01.08.2011, xxl-Fotos per Bildklick)

Beschuppung:
Die Rückenschuppen sind sehr klein und nur schwach gekielt. Man findet 42-62 Querreihen und damit mehr als bei den anderen Eidechsenarten. Am Kopf kann man zwischen den Augendeck- und Augenbrauenschildchen Körnchenschuppen finden. An den Schläfen sind rund herum um ein auffallend großes Schildchen kleine Schuppen angeordnet.



nach DE WITTE (1948) aus SCHLÜPMANN (2005)

Körperlänge: bis 7,5 cm
Gesamtlänge: 16-18 cm

Synonym: Lacerta muralis

Lebensraum
Mauereidechsen besiedeln Felswände, Steinbrüche, Mauern und steinige Uferbefestigungen. Sie kommt aber auch in Laubwaldgebieten vor, wo sie vor allem an bodennahen, pflanzenüberwucherten Felsen und niedrigen Gesteinsanhäufungen vorkommt.

Biologie und Lebensweise

Mauereidechsen sonnen sich gerne und ausgiebig. Nach ihrer Winterruhe beginnt im Frühjahr die Fortpflanzungszeit, in der es zu heftigen Konkurrenz- und Revierkämpfen zwischen den Männchen kommt.


 
 
 

Bei der Paarung der Mauereidechsen geht es etwas ruppig zu
(Fotos © Dietrich Kolbe, Witten (Schloß Steinhausen), 01.05.2008, xxl-Fotos per Bildklick)

Das Weibchen legt nach der Paarung 3-9 weichschalige Eier, die es in selbst gegrabenen Erdlöchern oder in tiefen Mauerritzen versteckt. In der zweiten Augusthälfte schlüpfen dann die Jungen.

Mauereidechsen sind sehr neugierig und kommen nach einer Flucht meist rasch wieder aus ihrem Versteck heraus, um mit schräg gehaltenem Kopf zu beobachten (Foto 2).

Nahrung
Insekten, Spinnen, Würmer...

Verbreitung in D/Welt
Die Mauereidechse kommt in West-, Mittel- und Südeuropa und bis nach Westasien vor. Nördlich der Alpen nehmen die Bestände der Mauereidechse jedoch immer weiter ab.

Verbreitung in NRW
Abgesehen von einigen ausgesetzten Tieren, ist die Mauereidechse auf das südliche Rheinland, speziell das Siebengebirge, das Drachenfelser Ländchen und wenige Funde am Rande der Eifel beschränkt. Das Exemplar auf den Fotos entstammt einer Kolonie, die sich aus ausgesetzten Tieren entwickelt und über Jahre gehalten hat. Die wenigen Nachweise zeigt die Karte der Herpetofauna-NRW.

Benutzte Literatur
DIESENER, G. & REICHHOLF, J. (1986): Lurche und Kriechtiere - Mosaik Verlag GmbH, München

GRZIMEK, B. (HRSG.) (1980): Grzimeks Tierleben, Band 6 Kriechtiere - Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co.KG, München

SCHLÜPMANN, M. (2005): Rundbrief zur Herpetofauna von Nordrhein-Westfalen. Arbeitskreis Amphibien und Reptilien Nordrhein-Westfalen – Akademie für ökologische Landesforschung e. V. - Nr. 28 – 01.04.2005. 38 S. (Download hier)


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Weitere Informationen zu Kriechtieren (Amphibien und Reptilien) im Internet

NABU Amphibien- und Reptilienschutz

Herpetofauna NRW: Mauereidechse

Dipl.-Biol. Ina Blanke: Reptilien brauchen Freunde


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