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Herzfleck-Sackspinne - Clubiona corticalis (WALCKENAER, 1802)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Sackspinnen (Clubionidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Bonn (Mehlem) 1-4, Herdecke (Semberg) 5-6


(xl-Foto)
Weibchen
22.06.2006

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Weibchen
22.06.2006

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Weibchen
22.06.2006
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Weibchen
22.06.2006

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Weibchen
21.07.2006

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Weibchen
21.07.2006
Besondere Merkmale
Vorderkörper: rotbraun mit dunklem Rand, Augenbereich manchmal etwas dunkler, Augen der hinteren Augenreihe gleich weit von einander entfernt. Sternum hellbraun mit dunklem Rand, Cheliceren etwas dunkler als Vorderkörper

Hinterleib: rotbraun bis braun mit graugelber Behaarung, in der vorderen Hälfte auf dem Rücken gelber Bereich in dem sich ein dunkles Herzmal befindet, nach hinten löst sich der gelbe Bereich in ein gelbe Winkelzeichnung auf.

Beine: rotbraun, manchmal wie die Coxen gelbbraun

Ähnliche Arten: Neben Clubiona corticalis weist Clubiona comta ebenfalls eine Winkelzeichnung auf dem hinteren Teil des Hinterleibes auf und kann deshalb mit C. corticalis verwechselt werden. Allerdings fehlt dieser Art der für C. corticalis typische gelbe Bereich auf dem Hinterleib.

Körperlänge: Männchen: 7-10 mm; Weibchen: 8-11 mm

Lebensraum
Clubiona corticalis ist vor allem eine Art der Wälder, insbesondere der Nadelwälder. Ist aber auch in Laubwäldern (vor allem Eichen) zu finden.

Biologie und Lebensweise
Clubiona corticalis lebt unter loser Rinde. Dort wird auch der Eikokon abgelegt und vom Weibchen bewacht. Die Herzfleck-Sackspinne zeigt ein besonderes Verhalten, dass bei anderen Clubiona-Arten so nicht vorkommt. Normalerweise lassen sich Clubiona-Arten bei Gefahr fallen und stellen sich tot. C. corticalis hingegen springt auf dem Boden auf der Stelle auf und nieder (JÄGER 1995).
Adulte Exemplare kann man von April bis Juli finden.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Europa, östlich bis Zentralasien vertreten. Über ganz Deutschland verbreitet und häufig. Im Gebirge steigt sie bis auf 1200 m NN. Die Nachweise von Clubiona corticalis in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
In ganz NRW verbreitet, die Nachweise im Bergland sind allerdings nur spärlich vertreten.

Benutzte Literatur
BELLMANN, H. (1984): Spinnen. Beobachten, bestimmen. Neumann-Neudamm. Melsungen, Berlin, Basel, Wien. 160 S.

BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile. 33. G. Fischer, Jena. 45-99.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JÄGER, P. (1995): Faunistische Untersuchung an Spinnen (Araneae) der Wahner Heide (Nordrhein-Westfalen) mit Anmerkungen zur Biologie und Taxonomie. Unveröff. Diplomarbeit Universität Köln. 179 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinneführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.

WIEHLE, H. (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. VIII. 18. Familie. Clubionidae oder Röhrenspinnen. In: F. DAHL, M. DAHL & H.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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