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Kupfrige Sonnenspringspinne - Heliophanus cupreus (WALCKENAER, 1802)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Springspinnen (Salticidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Wachtberg-Pech


(xxl-Foto)
Weibchen
24.05.2010

(xxl-Foto)
Weibchen
24.05.2010

(xxl-Foto)
Weibchen
24.05.2010
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich
     
Besondere Merkmale
Vorderkörper:
beim Weibchen dunkelbraun mit metallischem Glanz und schwarzer Kopfregion, mit schwarzen und weißen Haaren überzogen, letztere manchmal einen oder bis zu drei Querbalken hinter der Augenregion bildend, von der die vordere auch in zwei seitliche Flecken reduziert sein kann und die hinteren undeutlich bis fehlen können;
beim Männchen schwarz und mit metallischem Glanz, mit schwarzen und einigen wenigen weißen Härchen überzogen; Sternum schwarz glänzend

Hinterleib:
beim Weibchen schwarz und mit gelblich metallisch glänzenden Härchen überzogen, Vorder- und Seitenrand mit Linie aus weißen Härchen, auf der Oberseite 2 Paar rundlicher Flecken aus weißen Härchen, von denen die vorderen zu einem weißen, manchmal in der Mitte unterbrochenen Querbalken zusammenwachsen oder auch undeutlich sind bzw. fehlen können;
beim Männchen schwarz und mit gelblich metallisch glänzenden Härchen überzogen, die auch mehr oder weniger fehlen können, am Vorderrand manchmal Linie aus weißen Härchen

Beine:
beim Weibchen gelblich mit schwarzen Längsstreifen und Flecken auf den Femora (meist nur auf Femora IV, manchmal auch auf allem Femora), manchmal Femora ganz schwarz und restliche Glieder gelblich mit schwarzen Streifen und Flecken;
beim Männchen die Femora schwarz mit gelblichen Flecken vor allem an den unteren Enden; die restlichen Glieder gelblich mit variablem Anteil von schwarzen Streifen und Flecken

Körperlänge: Männchen: 4 mm, Weibchen: 5-6 mm Ähnliche Arten: Andere Heliophanus-Arten sind ähnlich gefärbt und nicht immer eindeutig anhand ihrer Körperzeichnung von Heliophanus cupreus zu unterscheiden, da diese mitunter variabel sein kann und bei älteren Expemplaren Härchen abgefallen sein können.

Lebensraum
Heliophanus cupreus lebt vor allem in mäßig trockenen Lebensräumen des Offenlandes wie Magerrasen, Wacholderheiden, extensiv genutztem Frischgrünland, Weinbergbrachen oder Ruderalfluren. Intensiv genutztes Grünland wird hingegen nicht besiedelt. Darüber hinaus ist sie manchmal auch in Mooren, Sümpfen und auf extensiv genutztem Feuchtgrünland sowie in trockenen lichten Wäldern und auf Waldlichtungen zu finden.

Biologie und Lebensweise
Heliophanus cupreus lebt in der niedrigen Vegetation auf Kräutern und Stauden sowie auf Ästen und Blättern von Bäumen und Gebüschen. Dort klettert und springt sie umher, um nach Beute zu jagen.
Bei der Balz springt das Männchen seitlich hin und her und hebt dabei das 1. Beinpaar. Die Kopulation kann anschließend bis zu 2 Stunden dauern.
Adulte Tiere findet man von Mai bis Juli.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Heliophanus cupreus kommt in ganz Europa, dem Nahen und Mittleren Osten, West-Sibirien und Nord-Afrika vor und ist in ganz Deutschland zu finden. Während sie von Süd-Deutschland bis zum Nordrand der Mittelgebirge weit verbreitet und häufig ist, kommt sie im Norddeutschen Tiefland seltener und nur lokal vor.
Das Verbreitungsmuster von Heliophanus cupreus in Deutschland finden Sie hier:
Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
In NRW ist Heliophanus cupreus weit verbreitet und häufig.

Benutzte Literatur
DAHL, F. (1926): Spinnentiere oder Arachnoidea 1: Springspinnen (Salticidae). In: F. DAHL (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile 3. Teil. - G. Fischer, Jena, 55 S.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinnenführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.

Internet: MURPHY, J. (2006): World Distribution Map - Heliophanus cupreus.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


Zur Linkliste weiterer interessanter Spinnen (Arachnida)-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de