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Dunkle Baldachinspinne - Neriene clathrata (SUNDEVALL, 1830)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Zwerg- und Baldachinspinnen (Linyphiidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Bonn-Lannesdorf (1-2), Troisdorf (NSG Wahner Heide (3))

Synonym: Linyphia clathatra


(xxl-Foto)
08.09.2006
Juv. Männchen

(xxl-Foto)
08.09.2006
Juv. Männchen

(xxl-Foto)
31.08.2006
Juv. Weibchen
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich
     
Besondere Merkmale
Vorderkörper: braun bis dunkelbraun; wenn überhaupt nur schwache Verdunkelungen im Kopfbereich erkennbar; an den Seiten des Kopfbereiches beiderseits ein heller Fleck, der von den Seitenaugen bogig nach hinten verläuft (nicht immer sichtbar - vor allem auf Fotos); Sternum braun bis dunkelbraun mit dunklerem Rand; vordere Mittelaugen 0,5 Durchmesser voneinander und ca. 2 Durchmesser von den vorderen Seitenaugen entfernt; hintere Mittelaugen ca. 2 Durchmesser voneinander und ca. 1 Durchmesser von den hinteren Seitenaugen entfernt


Detailansicht des Foliums (Blattförmiges Muster des Hinterleibs) (© Nicolaj Klapkarek)


Hinterleib: beim Weibchen braunes, die Oberseite mehr oder weniger bedeckendes Folium (Blattformmuster) mit dunkelbraunen (manchmal unterbrochenem) Rand; Rand des Foliums stark wellig eingebuchtet (ca. 4mal); in Zentrum des Foliums 4-5 nach hinten undeutlicher und kleiner werdende Winkelflecken, die auch in Flecken aufgelöst sein können; Seiten hellbraun bis braun und mit weißen Flecken überzogen. Unterseite braun bis hellbraun mit dunklerem Mittelband; 4 weiße Punkte bilden ein Viereck; zu den Seiten hin beiderseitig 3 Flecken in einer Reihe von vorne nach hinten kleiner werdend.


Detailansicht der Hinterleibsunterseite (© Nicolaj Klapkarek)


Beim Männchen Hinterleib ähnlich gefärbt wie beim Weibchen; manchmal dunkler gefärbt bzw. die hellen Flecken der Seiten stark reduziert, so dass vor allem zwei weiße Flecken im vorderen Bereich besonders auffallen.

Beine: gelbbraun bis dunkelbraun; nicht oder nur undeutlich geringelt; Femora (Schenkel) in aller Regel mit 2 dorsalen (rückigen) und 1-2 prolateralen (seitlichen) Stacheln;


Detailansicht der Beinbestachelung (© Nicolaj Klapkarek)


Ähnliche Arten: Neriene montana dunkle Zeichnung auf Vorderkörper vorhanden; Folium auf dem Hinterleib mit schmaler tiefer senkrechter Einbuchtung in der Mitte, Beinbestachelung anders (siehe Profil von N. montana)

Körperlänge: 4-5 mm

Lebensraum
Neriene clathrata besiedelt eine Vielzahl von verschiedenen Biotoptypen. Sie ist häufig in Wäldern aller Art zu finden. Gerne bewohnt sie auch Waldränder, Feldgehölze und Gebüsche sowie Hecken. Darüber hinaus kommt sie - wenn auch seltener - auch in Offenlandbiotopen wie Niedermooren und Sümpfen, Feuchtwiesen, Ruderalfluren und Gärten vor. Vorkommen sind von der Ebene bis in die montane Stufe bekannt.

Biologie und Lebensweise
Das Fangnetz baut Neriene clathrata in der niedrigen Vegetation auf. Zur Überwinterung zieht sich die Dunkle Baldachinspinne in die Laub- und Detritusschicht zurück.
Neriene clathrata fertig wie N. montana einen flachen Eikokon an, durch deren Hülle man die rotgelben Eier erkennen kann. Die Eizahl liegt bei ca. 30 pro Kokon.

Adulte Exemplare finden sich vom Frühling bis zum Herbst.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Die holarktisch verbreitete Dunkle Baldachinspinne ist in ganz Europa und Nordamerika verbreitet. In Asien reicht die Verbreitung über Sibirien bis nach Japan, Korea und China. In Deutschland ist sie überall und häufig zu finden.
Die Nachweise von Neriene clathrata in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
In NRW weit verbreitet und häufig.

Benutzte Literatur
BELLMANN, H. (1984): Spinnen. Beobachten, bestimmen. Neumann-Neudamm. Melsungen, Berlin, Basel, Wien. 160 S.

BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile. 44. G. Fischer, Jena. 1-337.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinneführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.

WIEHLE, H. (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. VIII. 28. Familie. Linyphiidae - Baldachinspinnen. In: F. DAHL, M. DAHL & H.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


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