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Bergbaldachinspinne - Neriene montana (CLERCK, 1757)
Artenprofil von Nicolaj Klapkarek


Systematische Einordnung

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Zwerg- und Baldachinspinnen (Linyphiidae)

Fotos (© Nicolaj Klapkarek)
Bonn (Beuel/Siegmündung (1-2), Siegaue (3-4)),
Niederbachem (NSG Rodderberg) (5))

Synonym: Linyphia montana


(xxl-Foto)
Weibchen
03.10.2006

(xxl-Foto)
Weibchen
03.10.2006

(xxl-Foto)
Weibchen
04.04.2007
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich

(xxl-Foto)
Männchen
04.04.2007

(xxl-Foto)
Netz
12.04.2007
 
Besondere Merkmale
Vorderkörper: braun bis dunkelbraun; Kopf, Radiärstreifen, Mittelband (manchmal undeutlich) und breiter Rand dunkler gefärbt; bei dunkleren Exemplaren ist der Unterschied zwischen helleren und dunkleren Partien stärker ausgeprägt; Sternum (Brustplatte) dunkelbraun mit dunklerem Rand; vordere Mittelaugen ca. 0,5 Durchmesser voneinander und ca. 1,5 Durchmesser von den vorderen Seitenaugen getrennt; hintere Mittelaugen 1,5-1,75 Durchmesser voneinander und ca. 1 Durchmesser von den hinteren Seitenaugen getrennt.


Detailansicht der blattförmigen Hinterleibsmusterung (Folium) (© Nicolaj Klapkarek)


Hinterleib: Männchen und Weibchen ähnlich; mit braunem Folium, das fast die gesamte Oberseite bedeckt; Folium ist dunkel gerandet und weist im Zentrum eine variable Zeichnung mit dunkleren Strichen und Punkten auf; Rand des Foliums unregelmäßig, im vorderen Bereich meist eine größere Einbuchtung und etwa in der Mitte eine schmale tiefe und senkrecht zur Körpermittelachse verlaufende Einbuchtung; Seiten des Hinterleibs hellbraun bis dunkelbraun mit vielen weißen kleinen Flecken überzogen, so dass sich ein netzförmiges Muster ergibt; nach hinten werden die weißen Flecken kleiner, so dass die Seiten hinten dunkler wirken und sich die netzförmige Struktur auflöst; neben weißen Flecken können auch dunkelbraune Flecken vorhanden sein; Unterseite braun bis dunkelbraun mit jederseits einem weißen Fleck im vorderen Bereich, von dort aus hellere bogenförmige Streifen nach hinten ziehend, die die dunkleren schildförmigen Bereiche in der Mitte umfassen.

Beine: gelbbraun bis braun mit deutlicher dunkelbrauner Ringelung; Femur (Schenkel) I mit 2 dorsalen (rückigen) und 3-4 prolateralen (seitlichen) Stacheln, Femur IV mit (2-)3(-4) Stacheln


Detailansicht der Beinbestachelung (© Nicolaj Klapkarek)


Ähnliche Arten: Neriene clathrata dunkle Zeichnung auf Vorderkörper nicht (oder nur sehr schwach) vorhanden; Folium auf dem Hinterleib ohne schmale tiefe senkrechte Einbuchtung in der Mitte, sondern ca. 4mal wellig eingebuchtet; Bestachelung der Femuren anders (siehe Profil von N. clathrata)

Körperlänge: Männchen: 5-6 mm
Weibchen: 6-8 mm

Lebensraum
Neriene montana besiedelt bevorzugt nicht zu trockene und zu nasse Wälder und Gehölze (wie Gebüsche, Feldgehölze etc.). Seltener ist sie aber auch in Mooren, auf Feuchtwiesen, in Staudenfluren, an Wegrändern und in Gärten zu finden. Vorkommen sind von der Ebene bis in die montane Stufe bekannt.

Biologie und Lebensweise
Neriene montana lebt auf niedrigen Gebüschen und auf Gräsern und Kräutern. Man kann Sie auch unter loser Baumrinde und zwischen Baumwurzeln finden.
Das tellergroße Fangnetz wird in Büschen oder an liegenden Baumstämmen und Steinen angelegt. Tagsüber bleibt die Spinne meist in einem Schlupfwinkel in der Nähe des Netzes versteckt und wartet auf in das Netz fallende Beute. Der Schlupfwinkel befindet sich oft unter loser Baumrinde.
Der flache Eikokon, durch deren Hülle man die gelblichen bis orangegelblichen Eier erkennen kann, wird meist unter loser Baumrinde in der Nähe des Netzes abgelegt. Ein Weibchen fertig bis zu 4 Eikokons an, die jeweils 50-100 Eier beinhalten.

Adulte Exemplare findet man von April bis September.

Nahrung
Insekten

Verbreitung in D/Welt
Neriene montana kommt sowohl in ganz Europa, Asien (Sibirien, Japan) als auch in Nord-Amerika vor. In Deutschland kommt sie überall vor und ist weit verbreitet.
Eine Nachweiskarte von Neriene montana in Deutschland finden Sie hier: Arachnologische Gesellschaft e. V.: Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Verbreitung in NRW
In NRW ist Neriene montana weit verbreitet.

Benutzte Literatur
BELLMANN, H. (1984): Spinnen. Beobachten, bestimmen. Neumann-Neudamm. Melsungen, Berlin, Basel, Wien. 160 S.

BISCHOFF (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile. 44. G. Fischer, Jena. 1-337.

HÄNGGI, A. et al. (1995): Lebensräume mitteleuropäischer Spinnen. Charakterisierung der Lebensräume der häufigsten Spinnenarten Mitteleuropas und der mit diesen vergesellschafteten Arten. Misc. Faunistica Helvetiae 4, 1-460.

HEIMER, S. & NENTWIG, W. (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. Berlin, Hamburg. 543 S.

JONES, D. (1987): Der Kosmos-Spinneführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. 3. Auflage. 320 S.

LOCKET, G. H. & MILLIDGE, A. F. (1951): British Spiders. Vol. I und Vol. II. Ray Society. London 310 und 449 S.

SAUER, F. & WUNDERLICH, J. (1991): Die schönsten Spinnen Europas. Fauna-Verlag. Karlsfeld. 4. Auflage. 202 S.

WIEHLE, H. (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. VIII. 28. Familie. Linyphiidae - Baldachinspinnen. In: F. DAHL, M. DAHL & H.


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Weitere Informationen zu Spinnen (Arachnida) im Internet

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Nachweiskarten der Spinnentiere Deutschlands

Arachnologische Gesellschaft e. V. - Checklisten, Publikationen, Links...

Spinnen Mitteleuropas - Bestimmungsschlüssel in deutsch, englisch und slowenisch

Museum Koenig: Bilderbestimmungsschlüssel mit extremen Makroaufnahmen (auf englisch)


Zur Linkliste weiterer interessanter Spinnen (Arachnida)-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de