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| Haussperling, Spatz, Hausspatz - Passer domesticus (LINNAEUS, 1758) |
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Artenprofil von Axel Steiner |
Systematische Einordnung
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| Stamm: | Wirbeltiere (Vertebrata)
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| Klasse: | Vögel (Aves)
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| Ordnung: | Sperlingsvögel (Passeriformes)
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| Familie: | Sperlinge (Passeridae)
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Fotos (© Kirstin Meyer)
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Bochum (1-3,5), Düsseldorf (4)
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 (xxl-Foto) 14.03.2006 |
 (xxl-Foto) 14.03.2006 |
 (xxl-Foto) 13.05.2005 |
| Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich |
 (xxl-Foto) 14.03.2006 |
 (xxl-Foto) 14.03.2006 |
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| Besondere Merkmale |
Männchen: schwarzer Kehlfleck; bleigraue Kopfplatte; kastanienbraunes Band vom Auge bis in den Nacken; weißliche Wangen; schwarzer Schnabel (im Winter braun); Unterseite grauweiß; Oberseite braun mit schwarzen Streifen; Flügel braun mit deutlicher weißer Flügelbinde.
Weibchen und Jungvögel: oben (Rücken und Schultern) streifig mattbraun; unten schmutzig weiß und ohne schwarzen Kehlfleck; undeutlicher heller Augenstreif
Das komplette Federkleid des Haussperlings können Sie sich hier anschauen: www.vogelfedern.de
Körperlänge: 14-15 cm
Gewicht: ca. 30 g
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| Lebensraum |
Der Haussperling ist einer der bekanntesten und häufigsten Vögel der Erde. Er ist bestens an den Menschen angepaßt und brütet in allen Städten und Dörfern, in Kultursteppe und auf Ödland.
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| Biologie und Lebensweise |
Haussperlinge brüten oft in Kolonien und führen ein geselliges Leben. In der Kolonie regelt eine Dominanzhierarchie das Zusammenleben, wobei die Männchen mit den größten Kehlflecken einen höheren Rang besitzen (COUZENS 2006). Sie sind sehr an den Menschen angepaßt und zeigen ein zugleich freches und scheues, äußerst vorsichtiges Verhalten. Er hält sich gerne im Schwarm lärmend in Hecken auf, hüpft häufig auf dem Boden herum und nimmt gerne Staubbäder. Haussperlinge sind Standvögel und besuchen im Winter regelmäßig das Futterhäuschen.
Die Daten zu Nest, Eiern und Jungvögeln sind aus HARRISON (1975) entnommen:
Nest: Das Nest kann in jeder Art Loch oder Spalte an oder in Gebäuden (oft unter Dachpfannen) oder in Kletterpflanzen an Mauerwänden, gelegentlich aber auch frei im Geäst von Bäumen angelegt werden. Hauptsächlich das Weibchen baut einen nachlässig geformten Napf aus Stängeln und Zweigen, der mit Abfallstoffen (Papier, Kordel, Stoff), Federn Haaren und Wolle ausgelegt wird. Erstaunlicher Weise werden die frei gebauten Nester erheblich sorgsamer als Kugel mit Seiteneingang gebaut.
Eier: (3-)5-6(-8) spindelförmige, glatte, schwach glänzende, sehr variabel (schwach grünlich, weiß, oder gräulich) gefärbte Eier mit grauen, schwarzen oder Grau- und Brauntönen gefleckt. Die Eier sind 22,2 x 15,6 mm groß.
Brutdauer/Brutpflege: Die Brutperiode beginnt im April und umfasst 3(-4) Jahresbruten. Männchen und Weibchen (hauptsächlich) bebrüten die Eier (11-)13-14 Tage.
Nestlingsdauer: Die Nesthocker verbleiben 17 Tage im Nest und werden von beiden Elterntieren mit Insekten gefüttert.
Das Pärchen bleibt das ganze Jahr über zusammen.
Die geschwätzige Stimme des Haussperlings (engl.= House Sparrow) können Sie sich hier anhören: www.vogelwarte.ch - Vögel der Schweiz.
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| Nahrung |
Seine Nahrung nimmt der Haussperling hauptsächlich vom Boden auf (> Bodenvogel).
Hierzu gehören Knospen, Samen, Beeren, Obst und Insekten.
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| Verbreitung in D/Welt |
In Europa leben 3 Rassen (Weidensperling in Südspanien, Sardinien, Griechenland und Italiensperling in Italien und Korsika) des Haussperlings. Seine Verbreitung reicht nahezu weltweit.
Er fehlt nur in den Polargebieten, in Westaustralien und in Südostasien. Eingeführt wurde der Haussperling in Nordamerika, Mexiko, Guatemala, Südamerika, Australien, Neuseeland und Südafrika.
Weltweite Verbreitungskarte des Haussperlings bei Avibase.
Der europäische Bestand wird auf ca. 180 Millionen Brutpaare geschätzt (für Deutschland werden 7,8 Millionen Brutpaare genannt), dennoch gehen Wissenschaftler davon aus, dass sich der Bestand seit Anfang der 1970er Jahre halbiert hat (WIKIPEDIA).
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| Verbreitung in NRW |
In der NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" siegte der Haussperling 2005 und 2006 bundesweit mit den meisten Beobachtungen und gehört somit zu den häufigsten Vögeln.
Das Bundesland NRW war jedoch bisher in allen 3 Jahren eine bemerkenswerte Ausnahme, denn hier - wie auch in ein paar anderen Ballungsräumen - führte die Amsel die Liste an. 2006 wurden 4,1 Amseln pro Garten gemeldet, jedoch nur 3,0 Haussperlinge. Auch bei der aktuellen Auswertung (NABU - Stunde der Gartenvögel) führt in NRW erneut die Amsel vor dem Haussperling.
Die Bestände des Haussperlings gehen zur Zeit wohl in den Ballungsräumen NRWs etwas zurück.
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| Benutzte Literatur |
COUZENS, D. (2006): Der große Vogelatlas. Alle europäischen Arten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. 336 S.
HARRISON, C. (1975): Jungvögel, Eier und Nester aller Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens: ein Naturführer z. Fortpflanzungsbiologie. Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin. 435 S.
JONSSON, L. (1999): Die Vögel Europas und des Mittelmeerraumes. Franckh-Kosmos Verlag. 559 S.
KEITH, ST. & J. GOODERS (1982): BLV Vogelführer: 467 Vogelarten Europas. - München; Wien; Zürich: BLV Verlagsgesellschaft. 768 S.
NICOLAI, JÜRGEN (1982): Fotoatlas der Vögel. Gräfe und Unzer GmbH, München. 300 S.
PETERSON, R. (1985): Die Vögel Europas: ein Taschenbuch für Ornithologen und Naturfreunde über alle in Europa lebenden Vögel. 14., verbesserte Aufl. Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin. 535 S.
Internet: Wikipedia - Hausspatz
Zur Buchliste weiterer interessanter Vogel-Bücher auf www.natur-in-nrw.de
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| Weitere Informationen zu Vögeln (Aves) im Internet |
Avibase: Umfangreiches Datenbank-Informations-System über alle Vögel der Welt. Sie enthält nahezu 2 Million Aufzeichnungen über 10.000 Spezies und 22.000 Subspezies von Vögeln, einschließlich Verbreitungs-Informationen, Taxonomie, Synonyme in mehreren Sprachen und anderes.
birdnet.de: Das Deutsche Forum zum Thema Vögel. Aktuelles, Forum, Fotos, Archiv...
Zur Linkliste weiterer interessanter Vogel-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de
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