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Zweiband-Wiesenschwebfliege - Epistrophe eligans (HARRIS, [1780]) |
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Artenprofil von Axel Steiner |
Systematische Einordnung
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Stamm: | Gliederfüßer (Arthropoda)
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Klasse: | Insekten (Insecta)
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Ordnung: | Diptera (Zweiflügler)
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Familie: | Schwebfliegen (Syrphidae)
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Synonym: | Epistrophe bifasciatus (FABRICIUS, 1794)
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Fotos (© Axel Steiner)
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Schwelm
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 (xxl-Foto) 09.05.2006 Weibchen |
 (xxl-Foto) 10.05.2006 Männchen |
 (xxl-Foto) 24.05.2006 |
Klick auf die kleinen Bilder oder xxl-Ansicht möglich |
 (xxl-Foto) 24.05.2006 |
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Besondere Merkmale |
Insekten-ABC, Erklärungen von Fachbegriffen
Das hervorstechende Merkmal ist sicherlich die Färbung des schwarzen Hinterleibs mit der gelben unterbrochenen Binde auf dem Segment 2 und der durchgehenden Binde auf dem Segment 3. Mit dieser Färbung ist die Zweiband-Wiesenschwebfliege unverwechselbar. Die Flecken der Weibchen sind deutlich größer als die der Männchen (Sexualdimorphismus)
Weitere Merkmale:
Unbehaarte Augen; schwärzliche Stirn; gelbes Gesicht; metallisch glänzende Brust (Mesonotum); gelb behaartes Schildchen; gelbe Beine; dunkelbraune Tarsen an den Hinterbeinen.
Körperlänge: 10-12 mm
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Lebensraum |
In der Ebene und im Gebirge findet man Epistrophe eligans auf Wiesen, Feldern, Waldlichtungen und in Parks.
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Biologie und Lebensweise |
Flugzeit von April bis September mit Höhepunkt im Mai.
Die Art fliegt und entwickelt sich im Frühling zum Zeitpunkt des stärksten Blütenaufkommens und überdauern den Sommer, Herbst und Winter als Diapauselarven (Diapause = Zeit weitgehend ohne Nahrungsaufnahme und weiteren Wachstum).
Die Männchen sind ausdauernde Schweber, aber auch die Weibchen umschwärmen gelegentlich Büsche (Foto 4).
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Nahrung |
Blütenbesuch ist relativ selten zu beobachten. DREES (1997) konnte diesen an Ahorn und Weißdorn feststellen, KORMANN (2002) ergänzt noch Schwarzdorn und Zypressenwolfsmilch.
Die Larven besitzen eine typische abgeflachte Körperform, sind durch ihre grünliche Färbung gut an die Blätter angepaßt und sind Blattlausjäger. Die larvale Entwicklung dauert ein dreiviertel Jahr.
Die Eiablage soll bevorzugt in 1,8 m Höhe an Bäumen und Sträuchern stattfinden (BASTIAN 1986).
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Verbreitung in D/Welt |
Europa, Sibirien bis Japan, Nordamerika. Nach KORMANN (1988) ist die Zweiband-Wiesenschwebfliege sehr häufig und weit verbreitet, nach BOTHE (1996) und BASTIAN (1986) kommt die Art eher zerstreut vor.
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Verbreitung in NRW |
Epistrophe eligans konnte in allen Naturgroßräumen NRWs nachgewiesen werden.
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Benutzte Literatur |
BASTIAN, O. (1986): Schwebfliegen (Syrphidae); Die Neue Brehm-Bücherei Band 576, Wittenberg - 168 S.
DREES, M. (1997): Zur Schwebfliegenfauna des Raumes Hagen (Diptera: Syrphidae), Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde - 59. Jahrgang, Heft 2, Münster -64 S.
FREUNDT, R.; SSYMANK, A. & K. STANDFUSS (2005): Schwebfliegen in Nordrhein-Westfalen (Diptera: Syrphidae). Checkliste der seit 1980 nachgewiesenen Arten. - Mitt. der AG westf. Entomologen Band 21 (Beiheft 11): 1-18.
KORMANN, K. (1988): Schwebfliegen Mitteleuropas: Vorkommen - Bestimmung - Beschreibung, ecomed-Verlag, Landsberg a.L. - 176 S.
KORMANN, K. (2002): Schweb- u. Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna-Verlag, Nottuln - 270 S.
VAN VEEN, M.P. (2004): Hoverflies pf Northwest Europe - Identification keys to the Syrphidae. KNNV Publishing - 254 S.
Zur Buchliste weiterer interessanter Schwebfliegen-Bücher auf www.natur-in-nrw.de
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Weitere Informationen zu Schwebfliegen (Syrphidae) im Internet |
Privatseite über Schwebfliegen von Wolfgang Rutkies: Infos, sehr viele Fotos, Links, Artenlisten
Englische Seite über Fliegen, u. a. auch Schwebfliegen: www.diptera.info: Jede Menge Bilder (293: Stand 2.09.2007), Forum...
Zur Linkliste weiterer interessanter Schwebfliegen (Dipteren)-Internetseiten auf www.natur-in-nrw.de
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